Neu in der Prioratführerselektion: Roquers de Samsó 2009 vom Celler de l´ Encastell

20. January 2012

Seit 2007 gibt Raimon sein jeweils bestes Fass des Carignan aus alten Reben von Porreras Kultweinberg Mas d´en Cazadora als Roquers de Samsó ab.

Die Reben in diesem spektakulären Weinberg pflanzte sein Vater in sehr jungen Jahren, sie sind inzwischen mehr als 80 Jahre alt.

Porreras Weinberg Mas d´en Cazador

Der größtenteils in nördlicher Lage orientierte Weinberg ist noch heute zum Großteil im Besitz der Familie, wenngleich einige Parzellen inzwischen verkauft sind – so entsteht z.B. der Nit de Nin hier, aber auch Cims de Porrera und der Celler Ardévol haben Reben in dieser Lage, die als die beste Porreras gilt.

Kernstück ist ein riesiger Schieferfels, in dem die alten Carignan so wachsen wie dieser Kollege hier:

Rebstock im Fels - Mas d´en Cazadora

Man ahnt schon, dass Reben, die hier wachsen, nicht unbedingt leicht zu lesen sind.

 Rebstöcke für den Roquers de Porrera und den Roquers de Samsó

Vom Aufwand her, von der Weltklassequalität und der Rarität des Weines – nur etwas über 300 Flaschen pro Jahr – her gesehen, dürfte dieser Wein sogar einen Preis im dreistelligen Bereich rechtfertigen. Nur ist das nicht das, was Raimon Castellvi mit der herausgabe dieses Weines bezweckt hat – für ihn ist es eine Hommage an seinen Vater ebenso wie ein Dank an seine besten Kunden, die ihm halfen, das kleine Weingut aufzubauen und weiterzuentwickeln, in dem sie ihm von Anfang an die Treue hielten.

Auch ich kenne Raimon bereits von meinen frühesten Fahrten ins Priorat her und war auch bei ihm damals unter der Bezeichnung “der Deutsche mit dem Kletterseil” eher bekannt als unter meinem richtigen Namen. Gut, das änderte sich schnell mit dem Beginn meiner Berichte zum Priorat im Internet, damals noch auf dem Forum “Talk about wine”, die freundschaftliche Beziehung aber ist seither noch stärker geworden. Ich habe den Roquers de Porrera seit seinem 1. Jahrgang 1999 privat in meinem Keller und mit dem Beginn des Importes von Weinen aus dem Priorat gehören die Weine von Raimon zu meinen wichtigsten Säulen in der Prioratführerselektion.

Äußerst geehrt fühlte ich mich daher, als mir Raimon ein paar Kisten seines Roquers de Samsó für meine besten Celler d´ Encastell Kunden anbot. Den von Raimon kalkulierten Freundschaftspreis gebe ich dabei gern an meine lieben Kunden weiter, die neben dem Samsó auch die anderen Weine des Erzeugers und andere Weine meiner Selektion zu schätzen wissen – um sie breiter streuen zu können, gibt es allerdings diesen Wein nur streng limitiert.

In den Blindproben für den Prioratführer waren sowohl der 2007er als auch der 2008er Treppchen bzw. Siegerweine bei jeweils sehr prominenter Besetzung, der 2008er ist einer der besten Weine seines Jahrgangs im Priorat überhaupt und die noch eine Stufe darüber stehenden 2007er und 2009er gehören mit an die Spitze des Feldes, welches nur eben in den Jahren wie 2007 und 2009 breiter aufgestellt ist als in 2008. Bei einem Preis deutlich unter der einer Flasche Mogador und vieler anderer prestigeträchtiger Weine untertreibe ich sicher nicht, wenn ich beim Roquers de Samsó von einem der größten Schnäppchen spreche, die man im Priorat machen kann.

Und zugleich ist auch vom 2007er Roquers de Porrera noch einmal Nachschub gekommen, so dass es wieder ausreichend Flaschen dieses ebenso alle Jahre großen Weines gibt. Aufgrund der seit letztem Jahr jedoch explodierten Transportpreise komme ich nicht umhin, den Preis auch hier minimal anzuheben.

Und wer schnell bestellt, bevor diese Weine Anfang Februar zur Auslieferung kommen, der erhält günstigere Mischungsverhältnisse und die Chance auf 3 statt nur 2 Flaschen Samsó.

Zu den Angeboten an Weinen vom Celler de l´ Encastell bitte hier drauf klicken.

Freundschaftlich verbunden seit inzwischen mehr als 10 Jahren.

Raimon und ich sind inzwischen seit mehr als 10 Jahren gute Freunde und seit meinem Start mit der Prioratführerselektion auch Geschäftspartner.

Darauf einen guten Roquers de Samsó!

Neu in der Prioratführerselektion: Cecilio Negre 2010 von Celler Cecilio und einige “Aufstockungen”

19. January 2012

Neu wird jetzt zum Anfang Februar auch der Cecilio Negre vom Celler Cecilio aus Gratallops mitkommen. Der 2009er war hier leider schon komplett ausverkauft. Eigentlich wollte ich einen anderen Wein im neuen Jahrgang kaufen, den ich bereits ausführlich verkosten konnte, aber hier machte mir die Bürokratie des spanischen Staates gewaltig einen Strich durch die Rechnung. Das soll aber ein anderes Thema sein.

Kurzerhand musste ich jedoch den freien Platz anderweitig füllen und mit dem Cecilio Negre hole ich zwar einen Wein “blind” nach Deutschland, den ich bislang noch nicht zu verkosten bekam, aber dieser Wein hat aufgrund seiner Reputation aus den langen Jahrgängen zuvor die Vorschußlorbeeren dann doch eher verdient und es ist weniger ein Risiko als der Blindkauf eines mir völlig unbekannten Weines.

Zumal dummerweise akuter Handlungsbedarf bestand und alles etwas schneller gehen musste als sonst. Und ohnehin hatte ich grade den Wein vom Schwiegersohn, den Billo 2008 nochmals nachgeordert, denn dieser Wein hat sich so schön entwickelt und bekam in der letzten Zeit nicht nur von mir Lobesworte im öffentlichen Raum.

Allerdings kann aufgrund des gestiegenen Einkaufspreises und den deutlich gestiegenen Transportkosten der Preis für den Cecilio 2006 bis 2008 beim neuen 2010er nicht gehalten werden, aber nach 4 Jahren Konstanz ist die Erhöhung dennoch moderat.

Celler Cecilio; Negre; Priorat; 2010 rot

Verkostungsnotiz folgt in Kürze!

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 14,00 €
Netto 11,76 € 18,67 €/l.

Neben dem Billo 2008 von Blai Ferré I Just in größerer Stückzahl kommt auch die fehlende Kiste Cami Pesseroles 2007 von der letzten Lieferung mit. Von den 6 Flaschen sind zwei allerdings bereits verkauft, so dass ich hier nur noch mal 4 Flaschen anbieten kann. Also, wer sich dieses Schmuckstück noch leisten mag, der überlege nicht zu lange. Der 2007er Cami Pesseroles war – wie im Übrigen auch der bei mir noch erhältliche 2006er – Blindprobengewinner bei großen Proben in den vergangenen Jahren. Beide setzten sich dort gegen andere namhafte Weine überzeugend durch.

Neu in der Prioratführerselektion: Noster 2007 von La Perla del Priorat

18. January 2012

Im Dezember 2011 fiel dieser noch unter der Regie von Charles Pirenne vinifizierte Wein bei der letzten 2007er Blindprobe sehr positiv heraus, was das Preis – Genuss – Verhältnis angeht, in der 15 € Klasse spielt er wie auch schon sein lange ausverkaufter Vorgänger aus 2006 ganz weit vorn mit.

Nun ist der 2007er Noster auf dem Weg nach Deutschland. Wer sicher gehen will, der bestelle beizeiten, denn nach dem Abverkauf der Partie ist er sicher auch im Weingut nicht mehr zu bekommen, er ist bereits jetzt dort fast alle.

Bestellt werden kann der Wein ab sofort, ausgeliefert wird Anfang Februar 2012 nach Eintreffen der Weine in Bernburg, akzeptable Versandtemperaturen natürlich vorausgesetzt.

Hier noch einmal die Verkostungsnotiz vom Dezember 2011:

La Perla del Priorat; Noster Crianca; Priorat – El Molar; 2007 rot
15°; 55% Grenache, 45% Carignan; 12 Monate im Barrique gereift; 6.540 Flaschen.

Tag 1: Offene dunkle Nase mit sehr schönem Parfüm – nobel und dunkel, sexy – macht immer mehr auf mit Luft und verwandelt sich stetig. Am Gaumen sehr aromatisch mit schöner Mineralik, Rasse und Tiefe, dazu eine knackige Frucht. Schöne Balance zwischen der Süße und der Säure der Frucht. Ich vermute den Nooster 2007. 95+/100 Th. Großer Wein.

Tag 2: Üppiger und vielschichtiger Duft – allein die Nase spielt heute bei den ganz Großen mit. Auch am Gaumen großartig – sinnlich, erotisch und tief. Hat sich zum ersten Tag deutlich verbessert. 97+/100 Th. Weltklasse.

Tag 3: Weniger üppige, aber immer noch sehr ansprechende Nase, die auch vom Gaumen bestätigt wird. Bleibt groß. 96+/100 Th.

Tag 5: Heute scheint die Grenache deutlicher durch, der Wein zeigt sich wie ein größerer und tiefsinnigerer Bruder des 2004ers. Verabschiedet sich groß und in Würde. 95/100 Th.

95+; 97+; 96+; 95 = 95,75+++/100 Th. = 96/100 Th. Großer Wein.

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 15,00 €
Brutto 12,61 € 20,00 €/l.

Alles neu…

17. January 2012

macht nicht erst der Mai… – nein, schon der Januar.

“Schuld daran” ist der einzige Erzeuger, von dem ich keinen Wein, sondern andere Lebensmittel importiere.

Seit Sommer 2010 habe ich das Olivenöl und die Arbequinaoliven von Miro Cubells aus Cabacés mit im Programm, eigentlich im Ursprung aus fast privatem Interesse, nutze ich doch Öl und Oliven gern bei mir in der Küche. Nachdem einige Freunde fragten: “Kannst du uns da nicht auch was mitbringen?” hatte ich etwas Öl und Oliven mit im Angebot – und nachdem wir die Sachen von Miro Cubells entdeckten, war für mich klar – das ist die Qualität und die Philosophie, die zu den Weinen meines Angebotes passt…

Miro Cubells ist ebenso wie die meisten meiner Winzer ein Kleinerzeuger mit hohem Anspruch an Qualität, Ökologie und Nachhaltigkeit. Es werden hier nur Oliven aus eigenem Anbau verarbeitet. 40 ha. Olivenhaine sind im Familienbesitz, keine großen endlosen Felder, sondern kleine Parzellen mit teilweise uralten Bäumen aus der Zeit der Mönche von Scala Dei stammend. Viele der Parzellen sind in abwegig gelegenen Winkeln im gebirgigen Naturpark Montsant versteckt, sie fügen sich wunderbar in die dortige phantastische, ja paradiesische Landschaft ein. Fernando und seine Mitarbeiter sind nicht nur Bauern und Ölerzeuger, sie sind auch Naturschützer und Bewahrer eines Stückes historischen Erbes. Gearbeitet wird nach den Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft, ein Teil der Parzellen ist bio-zertifiziert, andere Parzellen befinden sich in der Anerkennungsphase. Aufgrund der landschaftlichen Bedingungen muss zwangsläufig viel von Hand gemacht werden, das Gras wird z.B. nur manuell gemäht – die Mönche des Mittelalters dachten noch nicht daran, dass der Mensch eines Tages gern mit riesigen Maschienen arbeiten möchte, Ökonomie war den Gottesmännern ein Fremdwort. Fernando erhält diese uralten Parzellen am Leben und bewirtschaftet sie mit viel Aufwand und Liebe zum Detail. Und das schmeckt man den Produkten ab.

Die Oliven und das Öl habe ich nur für sich selbst sprechen lassen, und es sprach und spricht sich immer mehr herum, dass man hier für einen fairen Preis eine sensationell gute Qualität bekommt. Entsprechend war die Entwicklung im vergangenen Jahr, was den Umsatz durch Oliven und Öl anging. Steigerten sich die Umsätze beim Wein auf 144,33% in 2011 (2010 = 100%), so war es beim Öl und den Oliven eine Steigerung auf 237,27%.

Anders gesprochen 2010 hatten die Umsätze von Miro Cubells – Produkten einen Anteil von 4,54% des gesamten Jahresumsatzes, in 2011 steigerte sich das auf 7,26%. Bei 36 Erzeugern, mit denen ich in 2011 gearbeitet habe, wäre 2,77% der Durchschnittswert gewesen. Miro Cubells kam in 2011 unter die 10 wichtigsten Produzenten nach Umsatzhöhe – er landete auf Platz 8 in der Statistik.

Das alles zeigt die Akzeptanz der Produkte beim Kunden, denn ein Großteil der Leute, die Öl und Oliven von Miro Cubells bei mir kaufen, tun das inzwischen regelmäßig. Und so verwundert es auch nicht, dass von der Lieferung im Oktober 2011 kaum noch etwas da ist, das Öl im 5 l – Gebinde ist derzeit ganz alle.

Nun habe ich schnell reagieren müssen, damit es nicht zum kompletten Engpass kommt – ich habe schneller neu bestellt, als ich es eigentlich vor hatte – und es werden weniger neue Weine dieses Mal die Palette ergänzen…

Zum einen habe ich Weine “ohne Ende” im Keller, zum anderen ist seit Oktober 2011 ein bedrohlicher Nachfragerückgang nach Wein zu beobachten, das Medien- und Politikergerede über die Zukunft des Euro zeigt Wirkung, wer nicht kaufen muss, wartet wieder erst mal ab, wie schon nach dem Ausbruch der Krise 2008. Schon höre ich wieder den einen oder anderen sagen: “Ich wollte ja schon längst mal wieder was bei dir bestellen, aber momentan…”

Das Schicksal eines engagierten Kollegen, der jetzt zum 20.01. aufgibt, hat mich schon sehr betroffen gemacht, denn auch dieser Kollege hätte mit seiner Philosophie mehr Beachtung verdient, als er bekam, damit es zum Überleben gereicht hätte…

Die Gewinner dieser Entwicklung scheinen wieder einmal mehr die zu sein, die anonyme Massenware ohne “Herkunftsgesicht” zum Billigstpreis verschleudern, daneben vielleicht noch die, die genug Papiergeld haben, um Preise drücken zu können. Wenn es dem kleinen Erzeuger ohnehin so schlecht geht, dass er sich nicht mehr wehren kann, dann erscheint das ein legitimes Mittel – aber indem ich ihn vor die Wahl stelle – entweder du verkaufst nichts oder du verramscht es mir, bedeutet das auch im Umkehrschluß, dass ich den Produzenten mehr ausbeute und damit den Wert seiner Arbeit nicht in dem Maße schätze, wie es die Qualität der Produkte eigentlich verdient hätte.

Wie viele Lebensmittelskandale brauchen wir noch, um zu merken, dass wir damit irreparablen Schaden anrichten, wenn wir die Arbeit derer nicht mehr gerecht honorieren, die mit Idealismus um das neue Zauberwort “Nachhaltigkeit” ihre Arbeit verrichten? Wenn wir um Prozente feilschen und in Kauf nehmen, dass dann eben wieder Qualität und vor allem die Produktgesundheit den Bach runter gehen?

Längst ist das Stichwort “fairer Handel” nicht mehr nur auf Erzeuger aus der dritten Welt begrenzt, auch viele Erzeuger mit Idealismus und Enthusiasmus aus Spanien und anderen europäischen Ländern brauchen Händler, die ihre Produkte fair handeln, statt sich den Rahm abzuschöpfen – und sie brauchen Konsumenten, die nicht nur Phantasierabatten hinterherjagen, sondern die bereit sind, mit ihrem durch sie akzeptierten Preis ohne Feilschen die Arbeit des nachhaltig produzierenden Erzeugers wie auch die des fair handelnden Händlers zu würdigen.

Mein Olivenölhersteller freut sich über die Akzeptanz seiner Produkte und die positiven Kritiken, die ihn erreichen – er sieht sich wie ich mich als Händler dabei bestätigt, dass er es richtig macht, dass seine Philosophie und sein Idealismus seine Produkte wahrlich besser machen.

Sein Preis für ein wirklich hochwertiges Öl liegt inzwischen unter dem von anonymen Ölen aus biologisch erzeugten Oliven aus allen Ländern der EU. Aber es ist sein Preis, den er mir zur Kalkulation vorgibt. Ich würde nicht um diesen Preis feilschen, weil ich ihn akzeptiere und damit seine Arbeit wertschätze.

Der Verbraucher entscheidet, ob er skandalumwittertes Billigstöl kauft, oder dem Discounter vertraut, wenn er gesichtsloses Verschnittöl als Bio anbietet oder ob er eben halt ein Öl kauft, welches Gesicht und Seele hat. Und komischerweise hat bislang nicht einer meiner Ölkunden versucht, zu feilschen, denn auch sie haben mit der Akzeptanz des Preises das Produkt wertgeschätzt.

Auch beim Wein sollte das wieder stärker so sein, meine Kleinerzeuger und Familienbetriebe aus dem Priorat hätten es verdient, dass ihr Idealismus genau so honoriert wird.

Mit der für Ende Januar, Anfang Februar erwarteten Öl- und Olivenlieferung werde ich einige Weine nachkaufen, die gefragt sind und einige wenige Neue aufnehmen – auch hier im Prinzip Nachfolgejahrgänge von Weinen, die bereits eingeführt sind. Mit allem anderen muss auch ich erst warten, bis sich die Zeiten wieder bessern. Und dabei hoffen, dass niemand derer, die ihren Job mit hohem Idealismus und in Ehrlichkeit und Transparenz machen, gezwungen ist, aufzugeben.

The Discount – show must go on… – der neue Aldi Nord Priorat im Kurzreport.

14. January 2012

Die Aldi Nord Werbung dieser Woche kündigte ihn an – den neuen Aldi Priorat “Senorio de Convey – Crianza 2008″.

Passt grad, denn ich brauche einen anständigen Wein zum Kochen…

Schon wieder so ein Weinname, der eher nach Sancho Pansa und La Mancha klingt, als ins katalanische Priorat.

Die Medaille Berliner Gold bei der Berliner Wein-Trophy 2011 vorn drauf sieht schnuckelig aus, aber reinfallen tue ich auf diese “Auszeichnung” auch nicht mehr.

Drehen wir das Ganze mal um und widmen uns dem Backlabel…

Das zaubert dann selbst mir ein Lächeln ins Gesicht an diesem Tag mit dem so häßlichen Aprilwetter – nur kälter noch als dieses…

Und ich kann mich eines ersten Lobes nicht erwehren, denn bislang musste ich immer diese Anonymität und Intransparenz kritisieren, sei es Aldi – Priorat, sei es Lidl – Priorat… und diesmal:

Embotellado por UNIÒ CORPORACIÒ Alimentaria S.C.C.L; Poboleda

Die Kooperative Cellers Uniò läßt grüßen, ich hab sofort den Keller vor Augen und einige Leute dazu, die dort arbeiten. Das schafft erstmal einen Vertrauensbonus, auch wenn wir wissen, dass es nicht der qualitativ hochwertigste Erzeuger im Priorat ist und dass die Basisweine dort für um 5 € okay, aber nie Schnäppchen sind. Seit ich jedoch Cellers Uniò verfolge, muss ich jedoch auch zugeben, dass man auch dort inzwischen fleißig seine Hausaufgaben macht. Das, was mir in den letzten Jahren von dort präsentiert wurde, war stets solide und zuverlässig – als einfacher Basiswein akzeptabel. Jahre zuvor war noch Naserümpfen angesagt, inzwischen ist es eher ein zustimmendes Nicken.

Auch am Begleittext zum Wein wurde positiv gefeilt – die Aussage, dass der Wein 24 Monate im Fass und in der Flasche reifte ist glaubhaft – im Gegensatz zu früher zu lesenden Texten auf Discounterflaschen, die für diesen Preis neues Barrique versprachen.

Beste Voraussetzungen also.

Der Korken ist ein Scheibenkorken (irgendwo muss ja gespart werden), dass sich die untere Scheibe dann kurz nach dem Öffnen der Flasche quasi von selbst vom Preßkorkenmittelstück ablöst, habe ich bislang noch bei keinem dieser Sparkorken erlebt, das ist ein Novum. Auf der Korkeninnenseite fast keine Farbe zu erkennen – das kenne ich von den Weinen mir denen ich arbeite, nicht, aber bei den Discounterprioratos ist das nichts Neues.

Die Farbe entsprechend jung, nicht wirklich dunkel und einen Stich ins Violette gehend, aber auf weißem Papier hinterläßt er schöne funkelnde Reflexe, die fast burgundisch aussehen. Beim Schwenken des Glases unerwartet schöne Kirchenfenster, die Viskosität ist gegeben, so wie man es bei einem sehr guten Wein erwartet.

In der Nase erst mal nicht viel, er gibt sich spröde und zugeknöpft, so dass ich erst mal bissel was in der Küche verrichten gehe. Eine Stunde später kommt eine zarte würzige und beim tiefen Reinriechen leicht likörige Nase heraus, nichts unangenehmes oder Störendes, aber auch keine Nase, die Staunen macht. Alles sehr brav und im Lot.

Am Gaumen Kirsche und eine kühle Frische, bleibt auch hier eher verhalten und leichtgewichtig – halt ein 2008er. Auch hier wieder nichts, was stört, aber auch nichts, was spontan begeistert. Klar, präzise und sauber. Im Abgang dann leicht staubige Schiefertöne, aber nicht diese immense schiefrige Säure, die man als Kenner sofort beim Klang des Namens Poboleda erwartet. Er erschlägt weder, noch macht er sonderlich neugierig auf mehr, er bleibt kurz und zeigt keinerlei Tiefe oder Komplexität, aber das erwartet man ehrlicherweise nicht wirklich bei einem 5 € Wein. Er bleibt ganz nett zu trinken, zeigt auch ein wenig seine Herkunft und bietet einen fairen Gegenwert für das kleine Geld was er kostet. Mehr muss, mehr kann und mehr darf man auch nicht erwarten. Ein versöhnlicher Wein.

Auch Aldi kann nicht zaubern, aber diese in jeglicher Hinsicht ehrliche Flasche macht den Discounter diesmal sogar ein Stück weit sympathisch.

86+/100 Th. Guter Wein. Letztlich gefällt er mir vom Trinkspaß her besser als der Llicorella Roureda 2005 oder der Enuc 2007 aus gleichem Hause und in gleicher Preisklasse.

Glückwunsch dafür an Jordi Puxeu und seine Crew in Poboleda. Glückwunsch auch an die Schenk – Gruppe als Importeur und vor allem an Aldi für seinen Politikwechsel zu mehr Transparenz und Nachverfolgbarkeit – ich wünsche mir, dass dies so bleibt. Und den anderen, die diesen Wein gekauft haben oder kaufen werden, dass er so ist, wie er ist, ohne ein Debakel von Flaschenvarianzen. Dann kann man ihn auch guten Gewissens so empfehlen, wie er sich hier zeigt.

15% Rabatt auf alle “Weine von unterwegs” – wer etwas unternimmt…

8. January 2012

… der trifft manchmal auch Fehlentscheidungen. Man ist im Glauben, etwas Gutes zu tun und irgendwann wird dies als Irrweg, Sackgasse oder sonstiger Fehler irgendwie sichtbar.

Meiner Begeisterung für einige französische Weingüter, deren Weine ich privat seit langer Zeit schätze, habe ich einst versucht, Ausdruck zu verleihen, in dem ich diese Weingüter in meine Prioratführerselektion aufnahm.

Meist ging dem ein Besuch im Weingut und das Gespräch darüber voraus, dass ich ja inzwischen auch Wein weiterverkaufe – dazu kam dann ein vernünftiges Angebot und ich bestellte – zum einen eine Palette aus dem Pic Saint Loup, zum anderen eine Palette aus dem Bergerac. Und ich hätte das fortführen können mit Weinen aus dem Jura oder aus Orleans…

Nur ich erkannte irgendwann, dass außer den Weinfreunden, die anfänglich meine Begeisterung teilten und die sich das eine oder andere davon weglegten, eigentlich kaum jemand danach eine Frage stellte. Jene Weinfreunde waren zumeist auch solche, die mit Weinen dieser Weingüter bereits Berührung hatten, die meine Begeisterung teilten.

Aber eine Palette ist letztlich “jede Menge Holz”… – und wenn fast niemand nach diesen Weinen fragt, frage ich mich, was da wohl falsch läuft. Gewiß, an den Weinen liegt es nicht – hinter denen und deren Erzeugern stehe ich nach wie vor.

Es liegt an der Wahrnehmung des Priorat – Hammer als Priorat Spezialisten. Weine von unterwegs erwartet da fast niemand. Und so ist auch kaum jemand neugierig darauf, was der Priorat – Hammer an französischen Weinen hat.

Folglich muss eine Kurskorrektur her – was eignet sich da besser, als der gute Vorsatz zum neuen Jahr?

Aus diesem Grunde biete ich im Januar alle “Weine von unterwegs” mit einem Rabatt von 15% an – bei einer Bestellung von mindestens 18 Flaschen aus dem Gesamtsortiment – also auch gemischt mit den Weinen aus dem Priorat bzw. ab 12 Flaschen – rein sortiert nur aus dem Angebot meiner Weine von unterwegs.

Da es von einigen Weinen nur noch wenige Restflaschen gibt, entscheidet hier der Eingang der Bestellung nach dem Windhundprinzip.

Hier in der Kategorieseite die Artikel zu den Erzeugern Château Masburel, Mortiès und Mas de Fournel anklicken, die aktuellen Rabattpreise sind dort nachzulesen – ebenso bei den Weinen, wo es um die letzten Flaschen geht, die aktuellen Restmengen.

Die “Weine von unterwegs” sind also defacto eim Priorat – Hammer ein Auslaufmodell. Ich werde mich zukünftig auf die Erzeugnisse aus der Prioratregion beschränken.

Mein Angebot an Weinen aus meinen “Best of 2011″

6. January 2012

Einige der in 2011 getrunkenen Weine aus den Musterflaschen für den Prioratführer haben so sehr überzeugt, dass ich sie hernach auch für meine Prioratführerselektion einkaufte, andere, die ich bereits verkaufe, haben bei “Wiedervorlage” so überzeugt, dass sie erneut in meine Favoritenliste hinein kamen.

Auf all diese Weine aus meinem Jahresrückblick möchte ich hier noch mal mit dem Finger zeigen, ohne jedoch die kompletten VKN´s zu wiederholen, wer sich mehr dazu informieren möchte, der klicke auf die Kategorie “Angebot der Prioratführerselektion – meine Weine und mehr für den Prioratliebhaber”, gehe dann auf den Artikel zum entsprechenden Erzeuger – dort sind die Verkostungsnotizen und zumeist auch Bilder.

Aber Achtung, von manchen Weinen gibt s nur noch Restflaschen, hier sollte bei Interesse nicht zu lange gezögert werden – wenn weg, dann weg. (Die Restmengen werden auf in den entsprechenden Artikeln zum Erzeuger auch aktuell gehalten! Also unbedingt vor der Bestellung dort noch mal reinschauen.)

Große Weine – 95/100 Th.

Ficaria Vins; Pater; Montsant; 2007 rot

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 22,00 €
Brutto 18,49 € 29,33 €/l.

Maria Sangenis & Roger Simo Garcia für Sangenis I Vaque; Lo Coster Blanc; Priorat – Porrera; 2009 weiß

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 24,00 €
Netto 20,17 € 32,00 €/l.

Meine Weißwein Top 10 des Jahres 2011 – Platz 4.

Bodega Puig Priorat; El Joc dels Syrah (Odys + Seus); Priorat – Gratallops; 2008 rot (2 * 0,75 l)

Preis pro Set (2 Flaschen á 0,75 l) (incl. 19% MwSt.) 77,00 €
Netto 64,71 € 51,33 €/l.

Mas Martinet; Clos Martinet; Priorat – Falset; 2007 rot

Noch 14 Flaschen vorhanden!
Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 44,00 €
Netto 36,97€ 58,67 €/l.

Vinedos de Ithaca; Penelope Dolc de Garnatxa Peluda; Priorat – Gratallops; 2006 rot – süß – 0,5 l Flasche

Nur noch 3 Flaschen vorhanden!
Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 19,00 €
Netto 15,97 € 38,00 €/l.

Meine Süßwein Top 10 des Jahres 2011 – Platz 6.

La Perla del Priorat; Comte Pirenne; Priorat – El Molar; 2001 rot

Nur noch 17 Flaschen vorhanden!
Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 50,00 €
Netto 42,02 € 66,67 €/l.

Große Weine – 95+/100 Th.

Celler dels Pins Vers; La Fuina; Priorat – El Molar; 2006 rot

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 29,00 €
Netto 24,37 € 38,67 €/l.

Große Weine – 95,5/100 Th. (95-96/100 Th.)

Vinyes de Manyetes; Solertia; Priorat – Vi de Vila de Gratallops; 2008 rot

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 45,00 €
Brutto 37,82 € 60,00 €/l.

Große Weine – 96/100 Th.

Celler Castellet; Ferral; Priorat – Porrera; 2008 rot

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 15,00 €
Brutto 12,61 € 20,00 €/l.

Arrels del Priorat; La Guinardera; Priorat – Gratallops; 2006 rot

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 22,00 €
Brutto 18,49 € 29,33 €/l.

Sangenis I Vaque; Clos Monlleo; Priorat – Porrera; 2004 rot

Momentan nur noch 3 Flaschen am Lager!
Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 47,00 €
Netto 39,50 € 62,67 €/l.

Große Weine – 96+/100 Th.

Mas Martinet Assessoraments; Degustació N° 3 – Syrah Serra Alta; Priorat – Falset; 2007 rot

siehe Degustació N° 4 !

Mas Martinet Assessoraments; Degustació N° 5 – Syrah Mas Vell; Priorat – Falset; 2007 rot

siehe Degustació N° 4 !

Roca de los Dotze; Roca Bruixa; Priorat – La Morera de Montsant; 2007 rot

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 24,00 €
Netto 20,17 € 32,00 €/l.

Mas Martinet; Martinet Bru; Priorat – Falset; 2007 rot

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 20,00 €
Netto 16,81 € 26,67 €/l.

Burgos Porta; Mas Sinén Negre; Priorat – Poboleda; 2004 rot

Nur noch 8 Flaschen im Bestand!
Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 35,00 €
Netto 29,41 € 46,67 €/l.

Große Weine – 96,5/100 Th. (96-97/100 Th.)

Celler de l´ Encastell; Roquers de Porrera; Priorat; 2006 rot

Nur noch 7 Flaschen vorhanden!
Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 34,00 €
Netto 28,57 € 45,33 €/l.

Weltklasseweine – 97/100 Th.

Terres de Vidalba; Tocs; Priorat – Poboleda; 2008 rot

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 32,00 €
Netto 26,89 € 42,67 €/l.

Meine Rotwein Top 10 des Jahres 2011 – Platz 9.

Celler Ardèvol; Terra d´ Hom; Priorat – Porrera; 2007 rot

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 31,00 €
Netto 26,05 € 41,33 €/l.

Meine Rotwein Top 10 des Jahres 2011 – Platz 9.

Cellers de la Cartoixa de Montsalvat; Montsalvat; Priorat – La Vilella Alta; 2004 rot

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 40,00 €
Netto 33,61 € 53,33 €/l.

Meine Rotwein Top 10 des Jahres 2011 – Platz 9.

Weltklasseweine – 97+/100 Th.

Mas Martinet Assessoraments; Degustació N° 4 – Syrah Mas Seró; Priorat – Falset; 2007 rot

Meine Rotwein Top 10 des Jahres 2011 – Platz 6.

Verkauf nur als Set – je 1 Flasche Degustaciò N° 3; N°4 und N°5

Noch 12 Flaschen – Sets vorhanden!
Preis pro 3er Flaschenset (incl. 19% MwSt.) 111,00 €
Netto 93,28 € 49,33 €/l.

Weltklasseweine – 97,5/100 Th. (97-98/100 Th.)

Celler dels Pins Vers; La Fuina; Priorat – El Molar; 2007 rot

Nur noch 8 Flaschen vorhanden!
Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 29,00 €
Netto 24,37 € 38,67 €/l.

Meine Rotwein Top 10 des Jahres 2011 – Platz 5.

Weltklasseweine – 98/100 Th.

Celler de l´ Encastell; Roquers de Samsó; Priorat – Porrera; 2008 rot

Nur noch 3 Flaschen vorhanden! Abgabe maximal 2 Flaschen pro Kunde in Verbindung mit jeweils 2 Roquers de Porrera oder 4 Marge (Mischungen möglich) pro Samsó.
Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 41,00 €
Netto 34,45 € 54,67 €/l.

Meine Rotwein Top 10 des Jahres 2011 – Platz 3.

Mas Martinet; Cami Pesseroles; Priorat; 2007 rot

Noch 2 Flaschen vorhanden!
Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 55,00 €
Netto 46,22€ 73,33 €/l.

Meine Rotwein Top 10 des Jahres 2011 – Platz 3.

Weltklasseweine – 98+/100 Th.

Vinedos de Ithaca; Odysseus (Black Label); Priorat – Gratallops; 2006 rot

Nur noch 15 Flaschen vorhanden!
Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 40,00 €
Netto 33,61 € 53,33 €/l.

Meine Rotwein Top 10 des Jahres 2011 – Platz 2.

Weltklasseweine – 99/100 Th.

Costers d´ en Ros; L´Obila; Priorat – Gratallops; 2006 rot

Preis pro Flasche (incl. 19% MwSt.) 47,00 €
Brutto 39,50 € 62,67 €/l.

Meine Rotwein Top 10 des Jahres – Platz 1.

Keimzeit Konzert am 20.01.2012 auf der Burg Rabenstein – ich bin wieder dabei!

3. January 2012

Letztes Jahr war es ein sehr schöner Höhepunkt gleich zu Jahresbeginn und eine sehr schöne Liaison zwischen der Musik der ostdeutschen Kultband Keimzeit und den Weinen aus meiner Prioratführerselektion und auch in diesem Jahr gibt die Gruppe, deren Herzstück aus Lütte im Hohen Fläming stammt, ein Heimspiel auf der Burg. Hier allerdings nicht in der großen Besetzung, sondern “Kammerspielmäßig” als Keimzeit – Akustik Projekt.

keimzeit_akustik_pressetext

(Foto und Text mit freundlicher Empfehlung des Keimzeit-Akustik Projektes)

Ich habe 12 Weine meiner Prioraführerselektion aus verschiedenen Preisklassen zusammen gestellt, die ich mit moderatem Aufschlag zum Listenpreis vorm Konzert, in der Pause und nach dem Konzert ausschenke. Dabei auch Weine, die es ausschließlich bei mir gibt – Raritäten also, die man nicht überall findet. Es lohnt sich für Musikliebhaber und Weinfreaks also gleichermaßen.

Keimzeit – Akustik am 20.01.2012 auf der Burg Rabenstein im Rittersaal

Die Weinkarte:

Weiß:

Château Masburel; Lady Masburel Blanc; Montravel; 2005 weiß

Nicht fassausgebauter, frischer und sehr duftiger Wein. 60% Semillon, 30% Muscadelle und 10% Sauvignon Blanc. Lässt die Fische und Meeresfrüchte tanzen, passt aber auch zum Spargel und ist in seiner derzeitig schon schönen Reife auch als Solist gut zu trinken.

0,1 l = 2,50 €
0,2 l = 5,00 €
Flasche im Ausschank: 14,00 €
Flasche zum Mitnehmen: 8,00 €

Merum Priorati; Ardiles Blanc; Priorat – Porrera; 2009 weiß

Nur: 1200 Flaschen; 14,5°; 100 % Viognier, der 2005 gepflanzt wurde.
Ausbau im Tank.
Eine kühle, aber sich auffächernde Nase, er wirkt im wahrsten Sinne weiß und hell, ist leicht parfümiert, am Gaumen sehr frisch, fast stahlig, dabei dennoch ölig. Im Abgang eine frisch gemähte Wiese mit Blüten und weißfleischigen Pfirsichen und Weinbergspfirsichen. Exzellenter Wein.

0,1 l = 5,00 €
0,2 l = 10,00 €
Flasche im Ausschank: 30,00 €
Flasche zum Mitnehmen: 22,00 €

Rosé:

Bodega Puig Priorat; Odysseus Rosat; Priorat – Gratallops; 2010 rosé

Nur ca. 300 Flaschen!
Die Nase anfangs noch etwas verschlossen, rote Früchte (sehr reife, fast schon süße rote Johannisbeeren).
Am Gaumen sehr voll, sehr ausgeglichen und balanciert mit enormer Frucht. Wow, was für eine Völlerei am Obststand! Schöner und langer Nachhall. Wunderschöner Ausdruck der reifen Grenache Frucht. Ein Nobel-Rosé, der ernst genommen werden will.

0,1 l = 4,00 €
0,2 l = 8,00 €
Flasche im Ausschank: 23,00 €
Flasche zum Mitnehmen: 17,00 €

Rot:

Château Masburel; Lady Masburel Rouge; Côtes de Bergerac; 2003 rot

Die Lady Masburel Weine sind Cabernet Sauvignon dominiert (50%, dazu 30% Merlot und 20% Cabernet Franc) und in der Regel jünger zugänglich. Im Alter von etwa 8 Jahren erreichen sie einen ersten Genusshöhepunkt. In vielen Jahrgängen auf dem Niveau bester Cru Bourgeois aus dem Medoc, für die eher das Doppelte an Geld fällig wäre. Vielleicht nicht die Tiefe und Textur klassifizierter Grand Crus, aber mit unwahrscheinlich viel Trinkspaß.

0,1 l = 3,00 €
0,2 l = 6,00 €
Flasche im Ausschank: 18,00 €
Flasche zum Mitnehmen: 12,00 €

Celler El Masroig; Crianza; Montsant; 2006 rot

Der mehr als nur solide Zechwein aus dem BIB. Eine typische Kirschfrucht ist von leichten Holznoten untermalt. Klasse trotz relativer Masse. Die Genossenschaft von El Masroig im Montsant weiß, wie es geht. Sehr guter Wein.

0,1 l = 2,00 €
0,2 l = 4,00 €

Vinyes d´ en Gabriel; L´ Heravi Crianca; Montsant; 2007 rot

Dunkel. Noble Nase nach dunkler Frucht und ganz leicht nach Edelhölzern. Harmonisch und ausgewogen. Entwickelt Kraft und zeigt zugleich Eleganz. Noble Tanninstruktur und langer, exotisch süßlicher Nachhall im Kontext seines Jahrgangs. Exzellenter Wein.

0,1 l = 3,50 €
0,2 l = 7,00 €
Flasche im Ausschank: 21,00 €
Flasche zum Mitnehmen: 15,00 €

Celler Ardèvol; Coma d´ en Romeu; Priorat – Porrera; 2009 rot

Einer der Weine im besten Preis-Genuss Verhältnis, typische Porrera Bitterschokolade auf Kirschfrucht, dazu aber auch Kräuter und etwas Wildes. Moderner Wein, der bereits jung begeistern kann. Exzellenter Wein.

0,1 l = 3,50 €
0,2 l = 7,00 €
Flasche im Ausschank: 21,00 €
Flasche zum Mitnehmen: 15,00 €

Mas Martinet; Martinet Bru; Priorat – Falset; 2007 rot

Voll und üppig, wunderbar vielschichtig und sehr tief. Ein ausgewogener frischer Wein mit nicht mehr zu viel Tannin. Kraft, Bitterschokolade und dunkle Frucht. Reintönig, tief, eine Nymphe – sexy. Ganz toller Wein, der für die Pionierbodega, die inzwischen von Sara Peréz geführt wird, der kleine Wein ist. Einen so guten Martinet Bru wie den 2007er hatte ich noch nie im Glas. Der Wein ist Groß, hier lernt man, was Understatement heißt.

0,1 l = 5,00 €
0,2 l = 10,00 €
Flasche im Ausschank: 28,00 €
Flasche zum Mitnehmen: 20,00 €

Celler Bujorn; Bujorn; Priorat – La Vilella Baixa; 2007 rot

Schöne offene und dunkle Beerennase, nobel und sehr fruchtbetont bei mildem Tannin. Die Säure kommt erst im Abgang. Ein Wein mit mittlerem Körper, harmonisch und trinkig. Erstlingsjahrgang einer Gruppe „junger Wilder“ aus La Vilella Baixa. Passend zur Keimzeit Musik. Exzellent.

0,1 l = 5,50 €
0,2 l = 11,00 €
Flasche im Ausschank: 32,00 €
Flasche zum Mitnehmen: 24,00 €

Roca de los Dotze; Roca Bruixa; Priorat – La Morera de Montsant; 2007 rot

75% Grenache, 25% Syrah (9 – 10 Jahre alte Reben), 16 Monate im neuen 400 l – Fass aus französischer Eiche ausgebaut, nach der Eiweißschönung unter Beachtung der Mondphasen unfiltriert abgefüllt.

Sehr dunkel in der Nase, düstergrau bis schwarz. Voll und mit Kraft am Gaumen. Eine um Kaffee mit Kardamom schleichende schwarze Katze. Sexy, sehr vielschichtig, mit leichter 2007er Süße, Tiefe und Eleganz. Sehr verführerischer Wein. Sehr groß. Für das Geld fast unschlagbar gut, denn er spielt mit den ganz Großen des Jahrganges.

0,1 l = 5,50 €
0,2 l = 11,00 €
Flasche im Ausschank: 32,00 €
Flasche zum Mitnehmen: 24,00 €

Terres de Vidalba; Tocs; Priorat – Poboleda; 2008 rot

Noble, offene Nase, dunkelfruchtig. Am Gaumen reif und ebenfalls mit leichter Süße, mittlerer Körper. Dann entwickelt sich die Mineralik und bietet ein Gegengewicht zur süßen Frucht. Super Performance mit Gänsehauteffekt. Einer der besten Weine, die ich in 2011 entdeckt habe. Weltklasse und dafür preislich absolut auf dem Teppich geblieben.
Der bislang beste Tocs – Jahrgang. Ein Wein zur Horizonterweitererung.

0,1 l = 7,00 €
0,2 l = 14,00 €
Flasche im Ausschank: 40,00 €
Flasche zum Mitnehmen: 32,00 €

Vinyes de Manyetes; Solertia; Priorat – Vi de Vila de Gratallops; 2008 rot

Nur 3.200 Flaschen – Grenache aus dem Manyetes Weinberg, gemacht von René (III) Barbier (Clos Mogador).
Offene Nase, wirkt relativ kühl, wird mit dem Schwenken komplexer, sehr veränderliche Nase mit flüchtenden und wiederkehrenden Aromen. Am Gaumen durch die Schieferpräsenz präziser und greifbarer. Vom Typ her sehr klassischer Steinbeißertyp. Lang und sehr stoffig, aber auch mit Finesse. Es ist ein erzählender Wein, dem man die Handschrift des Hauses Barbier (Clos Mogador und Manyetes) anmerkt. Veränderlich in seinem Ausdruck, aber genau dadurch spannend und faszinierend. Eine dunkelhäutige Schönheit mit großen Verführungskünsten, warmherzig und von guter Figur… Auch die Herkunft aus dem Manyetes Weinberg („Manyetes, das ist der Fels“) wird nicht verleugnet. Großer Wein, geht in Richtung Weltklassewein..

0,1 l = 9,50 €
0,2 l = 19,00 €
Flasche im Ausschank: 55,00 €
Flasche zum Mitnehmen: 45,00 €

Gern können nicht während des Konzertes verkaufte Flaschen zum normalen Listenpreis zum Mitnehmen abgegeben werden.

Wer nach dem Konzert- und Weingenuss nicht mehr weit nach Hause fahren möchte, der sei daran erinnert, dass die Burg Rabenstein auch eine Herberge hat, zwar kein Luxushotel, aber zweckerfüllend.

Hier geht es zur Keimzeit – Konzertdaten Seite mit dem Link zum Ticketverkauf. Recht weit nach unten scrollen…

Rückblick auf mein Weinjahr 2011 – getrunkene große Weine aus dem Priorat

2. January 2012

Ich wäre nicht der Priorat – Hammer, wenn es nicht inzwischen Jahr um Jahr all die Brillianten ins Glas geben würde, die der Schieferboden des Priorats hervorbringt. Und so gab es auch in 2011 jede Menge großer und auch Weltklasseweine ins Glas, Ältere und ganz junge zum Probieren für den Prioratführer. Hier also noch mal die komplette Liste der großen Weine, die letztes Jahr getrunken wurden – zumeist mit dem einen oder anderen liebgewonnenen Prioratfreak mit am Tisch.

Ich beginne mit den ganz Großen.

Weltklasse:

Cesca Vicent; El Vell Segle XX; Priorat; o.J. Rot – süß – 100/100

Costers del Ros; L´ Obila; Priorat; 2006 rot – 99/100 Th.

Vinedos de Ithaca; Odysseus Black Label; Priorat; 2006 rot – 98+/100 Th.

Mas Martinet; Cami Pesseroles; Priorat; 2007 rot – 98/100 Th.

Celler de l´ Encastell; Roquers de Samsó; Priorat; 2008 rot – 98/100 Th.

Celler dels Pins Vers; La Fuina; Priorat; 2007 rot – 97,5/100 Th.

Vall Llach; Vall Llach; Priorat; 1998 rot – 97+/100 Th.

Mas Martinet Assessoraments; Degustaciò N° 4; Priorat; 2007 rot – 97+/100 Th.

Bodegas Mas Alta; La Creu Alta; Priorat; 2008 rot – 97+/100 Th.

Mas Martinet; Clos Martinet; Priorat; 1997 rot – 97/100 Th.

Cartoixa de Montsalvat; Montsalvat; Priorat; 2001 rot – 97/100 Th.

Mas Garrian; Mas del Camperol; Priorat; 2004 rot – 97/100 Th.

Cartoixa de Montsalvat; Montsalvat; Priorat; 2004 rot – 97/100 Th.

Ester Nin Llort; Nit de Nin; Priorat; 2006 rot – 97/100 Th.

Celler Cal Pla; Planots; Priorat; 2006 rot – 97/100 Th.

Celler Ardèvol; Terra d´ Hom; Priorat; 2007 rot – 97/100 Th.

Bodega Puig Priorat; Odysseus Black Label; Priorat; 2007 rot – 97/100 Th.

Terres de Vidalba; Tocs; Priorat; 2008 rot – 97/100 Th.

Familia Nin Ortiz; Nit de Nin; Priorat; 2008 rot – 97/100 Th.

Bodegas Mas Alta; Basseta; Priorat; 2008 rot – 97/100 Th.

Ferrer I Bobet; Selecció Especial; Priorat; 2008 rot – 97/100 Th.


Große Weine:

Celler de l´ Encastell; Roquers de Porrera; Priorat; 2006 rot – 96,5 Th.

Burgos Porta; Mas Sinén Negre; Priorat; 2004 rot – 96+/100 Th.

Elvi Wines; El26 Dolc de Elvi Wines; Priorat; 2005 rot – süß – 96+/100 Th.

Combier, Fischer, Gerin; Trio Infernal 0/3; Priorat; 2006 weiß – 96+/100 Th.

Mas Martinet; Martinet Bru; Priorat; 2007 rot – 96+/100 Th.

Roca de los Dotze; Roca Bruixa; Priorat; 2007 rot – 96+/100 Th.

Mas Martinet Assessoraments; Degustaciò N° 3; Priorat; 2007 rot – 96+/100 Th.

Mas Martinet Assessoraments; Degustaciò N° 5; Priorat; 2007 rot – 96+/100 Th.

El Vinya del Vuit; Ocho; Priorat; 2007 rot – 96+/100 Th.

Rotllan Torra; Tirant; Priorat; 1998 rot – 96/100 Th.

Celler Ardèvol; Terra d´ Hom; Priorat; 2001 rot – 96/100 Th.

Clos I Terrasses; Laurel; Priorat; 2001 rot – 96/100 Th.

Sangenis I Vaque; Clos Monlleo; Priorat; 2004 rot – 96/100 Th.

Cartoixa de Montsalvat; Montsalvat; Priorat; 2005 rot – 96/100 Th.

Joan Simó; Sentius; Priorat; 2006 rot – 96/100 Th.

Celler Ardèvol; Coma d´ en Romeu; Priorat; 2006 rot – 96/100 Th.

Celler Cal Pla; Mas d´en Compte; Priorat; 2006 rot – 96/100 Th.

Vinedos de Ithaca; Odysseus Red Label; Priorat; 2006 rot – 96/100 Th.

Clos Dominic; Vinyes Altes; Priorat; 2006 rot – 96/100 Th.

La Perla del Priorat; Noster; Priorat; 2007 rot – 96/100 Th.

Arrels del Priorat; La Guinardera; Priorat; 2006 rot – 96/100 Th.

Celler Melis; Elix; Priorat; 2007 rot – 96/100 Th.

Terres de Vidalba; Tocs; Priorat; 2007 rot – 96/100 Th.

Germans Duran; Trosset de Porrera; Priorat; 2007 rot – 96/100 Th.

Burgos Porta; Mas Sinén Coster; Priorat; 2007 rot – 96/100 Th.

Sangenis I Vaque; Dolc; Priorat; 2007 rot – 96/100 Th.

Celler Castellet; Ferral; Priorat; 2008 rot – 96/100 Th.

Clos Mogador; Clos Mogador; Priorat; 2008 rot – 96/100 Th.

Marco Abella; Clos Abella; Priorat; 2006 rot – 95,5/100 Th.

Costers del Ros; Sirona; Priorat; 2007 rot – 95,5/100 Th.

Vinyes de Manyetes; Solertia; Priorat; 2008 rot – 95,5/100 Th.

Piro de Matret; Carlets; Priorat; 2004 rot – 95+/100 Th.

Celler dels Pins Vers; La Fuina; Priorat; 2006 rot – 95+/100 Th.

Celler Cecilio; Cecilio Negre; Priorat; 2007 rot – 95+/100 Th.

Cartoixa de Montsalvat; Montsalvat; Priorat; 2000 rot – 95/100 Th.

Vall Llach; Embruix de Vall Llach; Priorat; 2001 rot – 95/100 Th.

Capafons-Osso; Masos d´en Cubells; Priorat; 2001 rot – 95/100 Th.

Mas Doix; Salanques; Priorat; 2001 rot – 95/100 Th.

La Perla del Priorat; Comte Pirenne; Priorat; 2001 rot – 95/100 Th.

Mas Garrian; Clos Severì; Priorat; 2002 rot – 95/100 Th.

Vinedos de Ithaca; Pénelope – Dolc de Garnatxa Peluda; Priorat; 2006 rot – süß – 95/100 Th.

Cims de Porrera; Cims Classic; Priorat; 2006 rot – 95/100 Th.

Vall Llach; Vall Llach; Priorat; 2006 rot – 95/100 Th.

Noguerals; Abellars; Priorat; 2007 rot – 95/100 Th.

Les Cousins Marc & Adria; Sagesse; Priorat; 2007 rot – 95/100 Th.

Mas Martinet; Clos Martinet; Priorat; 2007 rot – 95/100 Th.

Bodegas Mas Alta; Artigas; Priorat; 2008 rot – 95/100 Th.

Celler dels Pins Vers; La Fuina; Priorat; 2008 rot – 95/100 Th.

Bodega Puig Priorat; Odys; Priorat; 2008 rot – 95/100 Th.

Bodegas Puig Priorat; Seus; Priorat; 2008 rot – 95/100 Th.

Sangenis I Vaque; Lo Coster Blanc; Priorat; 2009 weiß – 95/100 Th.

Es folgen insgesamt 61 exzellente Weine (93 bzw. 94/100) und 25 sehr gute Weine, die noch 90 und mehr Punkte erreicht haben.

Das ergibt für das Priorat insgesamt 857,5 (28+) Punkte. Im Vergleich zu allen anderen Gebieten wird hier meine Priorität inzwischen sehr deutlich. Da es aber immer wieder so viele großartige Weine aus diesem kleinen Gebiet gibt, fällt es mir nicht schwer, damit zu leben. Es gäbe schlimmere Aufgaben, als große Prioratos trinken zu müssen – nämlich keine großen Prioratos trinken zu dürfen…

Die Erzeuger, die 10 oder mehr Punkte erreichten:

Vinedos de Ithaca / Bodega Puig Priorat – 63 +

Sangenis I Vaque – 49

Mas Martinet – 44 (2+)

Caroixa de Montsalvat – 43

Vall Llach – 38 +

Celler Ardèvol I Associats – 35

Celler dels Pins Vers – 29,5 (3+)

Cesca Vicent – 28

Mas Garrian – 27 +

Cims de Porrera – 25

Celler de l´ Encastell – 23

Mas Martinet Assessoraments – 22 (3+)

Bodegas Mas Alta – 22 +

Clos Mogador – 21

La Perla del Priorat – 21

Burgos Porta – 19 +

Celler Joan Simó – 17

Costers del Ros – 16,5

Ester Nin Llort / Familia Nin Ortiz – 16

Celler Castellet – 15,5 +

Terres de Vidalba – 15

Celler Cal Pla – 15

Celler Melis – 14

Rotllan Torra – 14

Celler Cecilio – 12 +

Escoda Rivero / Celler Prior Pons – 12 +

Arrels del Priorat / Balaguer I Cabre – 12 +

Ferrer I Bobet – 12

Mas Doix – 11,5

Roca de los Dotze – 10 (2+)

Bei den Prioratweinen sind natürlich etliche ältere dabei, die es kaum noch irgendwo zu kaufen geben könnte, aber auch noch einige junge Musterflaschen, die bislang noch nicht im Verkauf zu finden sind. Und etliche dieser Weine habe ich nach der ausgiebigen Verkostung auch in das Programm meiner Prioratführerselektion aufgenommen.

Einiges davon gibt es somit noch bei mir zu bestellen, manche Weine aber nur noch in geringen Restbeständen. Ich werde hierzu noch mal ein Extraposting machen in den kommenden Tagen. Wer schneller sein will schaue einfach mein Angebot durch… Hier drauf klicken, um zum Katalog zu kommen.

Rückblick auf mein Weinjahr 2011 – getrunkene Weine aus Spanien außerhalb des Priorats

1. January 2012

Hier gäbe es nicht mehr viel zu vermelden, wenn ich nicht auch noch die die DOQ Priorat umklammernde DO Montsant hier mit reingenommen hätte. Schließlich bilden ja beide Weinbaugebiete auch die Verwaltungseinheit Priorat.

Aber es ist genau die Crux mit den Spezialisten, das Eine ufert aus, das andere wird zwangsläufig vernachlässigt. Und so liegen halt leider kaum noch Weine aus anderen spanischen Regionen in meinem Keller. Und nur mal so irgendwo verkostet zählt halt hier nicht mit rein. Und so weiß ich zwar, dass es auch außerhalb meines Spezialgebietes viel Interessantes gibt, aber das findet leider kaum Zugang in meinen Keller.

Außerhalb Kataloniens war haher nicht mehr wirklich viel zu erwarten. Lediglich ein Exzellenter Wein fiel noch ein wenig auf:

Abel Mendoza; Seleccion Personal; Rioja; 2001 rot – 93/100 Th.

Die restlichen 6 getrunkenen Weine erreichten nur die Note Sehr gut zwischen 90 und 92,5/100 Th, wobei der

Bodegas I Vinedos Solabal; Esculle de Solabal; Rioja; 1999 rot – 92,5/100 Th.

knapp am exzellenten Wein vorbeigeschrammt ist…

Ganz Spanien außerhalb Kataloniens erhält in 2011 nur 18,5 Punkte.

Aus Katalonien außerhalb des Priorats kamen in 2011 etliche große Weine ins Glas, gehäuft natürlich aus dem Montsant. Hier glänzte besonders ein kleiner, weltweit bislang nach wie vor wenig beachteter Erzeuger, dessen Weine ich auch in meiner Prioratführerselektion von Anbeginn an im Programm habe. Seine genialen Weine bekommt man nur vor Ort oder aber bei mir. Seitdem er sich das erste Mal mit seinem Wein auf der Fira vorstellte (Pater 2004), zählt aber Jaume Roca zu den Geheimtipps der Gegend.

Große Weine:

Ficaria Vins; Pater; Montsant; 2008 rot – 96/100 Th.

Capafons-Osso; Vessants; Montsant; 2006 rot – 96/100 Th.

Ficaria Vins; Èlia; Montsant; 2006 rot – 95+/100 Th.

Finca Valldosera; Subirat Parent Brut Nature; Cava; o.J weiß – schaum – 95/100 Th.

Ficaria Vins; Pater; Montsant; 2005 rot – 95/100 Th.

Ficaria Vins; Pater; Montsant; 2007 rot – 95/100 Th.

Noguerals; Corbatera; Montsant; 2007 rot – 95/100 Th.

Es folgen 5 Exzellente Weine und 6 Sehr gute Weine ab 90 Punkten aufwärts.

Katalonien außerhalb des Priorats kommt somit auf 81 (4+) Punkte.

Bemerkenswerte Erzeuger in 2011 waren für mich:

Ficaria Vins – 42 (3+)

Capafons-Osso – 27 (inklusive Priorat)

Noguerals – 12 (inklusive Priorat)